Die Hälfte der Zeit in Japan ist nun bereits um wie ich ein wenig wehmütig feststellen muss. Immerhin gibt es ein paar Schnappschüße im Album und evtl. kann ich demnächst noch ein paar ergänzen.
Während die Mädels sich an der Uni durchschlugen, schauten wir uns zum Beispiel noch Asakusa an und haben auch der Meiji University – naja, zumindest dem Liberty Tower – einen Besuch abgestattet. Natürlich haben wir Lydi und Meike dort verpaßt
 Aber Universitäten in Hochhäuser sind mir einfach weiterhin suspekt, ein richtiger Campus fehlt einfach, egal wie hübsch oder hässlich. Aber Platz ist in Tokyo nunmal wertvoll, wie eigentlich überall in Japan.
Während es auf Donnerstag zuging, wo Sonny und ich einen 3-Tages-Trip nach Kyoto geplant hatten, wurden die Taifun-Warnungen immer genauer und es zeigte sich ab, das natürlich genau am Donnerstag das verdammte Ding der Metropolregion Tokyo äußerst nahe kommen würde. Wo andere vom Vorlesungsausfall träumen, überlegt man sich natürlich was man machen soll, wenn der Trip ausfällt (der ja nicht ganz billig war).
Dem Wetter zu trotze zogen wir Donnerstag morgen zu viert in der U-Bahn los. Rush-Hour natürlich, sonst schafft man es nicht zur Vorlesung, die ja nur ausfallen soll, wenn die U-Bahn nicht fährt. Naja, die Rush-Hour kann vielleicht noch schlimmer sein, aber es ist schon was undenkbares für den Durchschnittseuropäer
Aber immer hin war ich mal drin. Beim Umstieg zur Yamanote-Line mussten Sonny und ich dann feststellen (die Damen durften in der Mensch-hochverdichteten U-Bahn bleiben), dass überirdisch wohl wirklich nichts fahren will. Vor dem Eingang zig Japaner dichtgedrängt. Nachdem wir uns einfach mal durchgeschoben haben, saßen wir in der Bahn die am Gleis stand – die jedoch in den folgenden 90 Minuten einfach nicht losfuhr. Der geplante Schinkansen nach Kyoto war damit in unerreichbare Ferne entschwunden. Glücklicherweise dürfen wir prinzipiell auch spätere Züge ohne Platzreservierung nutzen. Nach einigen alternativen U-Bahn-Routen konnten wir den Bahnhof Tokyo dann doch erreichen – bei scheinbar guten Wetter sogar. Die nette Dame am Schalter hat uns dann sogar noch reservierte Plätze im nächsten Zug besorgt, so dass die Reise von knapp 3 Stunden dann doch bald losgehen konnte.
Kyoto hat meiner Meinung nach doch einen recht anderen Flair als Tokyo. Und das liegt nicht nur daran, dass scheinbar überall ein Tempel oder Schrein steht. Nach leichten Orientierungsproblemen konnten wir unseren 2-Tages-Pass für Bus und U-Bahn einstecken und zum Hotel gelangen. Und nun steht man vor der Aufgabe, sich zu überlegen, was man zu welcher Zeit und wielange besuchen will.
Am Abend haben wir dann eine etwas größere Tempel-Anlage geschafft, das Nijo-Castle hatte leider bei unserer Ankunft schon zu. Die Sonne geht einfach viel zu plötzlich und früh unter ^^ Der 1. Abend konnte aber noch mit dem erfolgreichen Besuch eines Udon-Restaurants (oder Nudelbar?) beendet werden. Yummy 
Die Eindrücke vom Freitag in Kyoto sind einfach umwerfend. Da kann ich nur auf später folgende Fotos verweisen. Golder Pavillion, sehr schön. Nijo-jo, beeindruckend. Kiyomizu-dera, überwätigend. Und einiges anderes, auch durch eine relativ unfreiwillige Wanderung weil der Busfahrplan entweder nicht stimmt oder die einfach die Route geändert haben. Wobei wir den fragwürdigen Tempel doch auf einigen Umwegen erreicht haben und praktisch fast das Landleben im Norden Kyotos bewundern konnten.
Für den Samstag, den Tag unserer Rückfahrt nach Tokyo, hatten wir uns noch einen Tempel vorgenommen und diesen auch schnell gefunden nachdem wir ausgecheckt, gefrühstückt (ok, Starbucks
) und die Tasche im Schließfach untergebracht hatten. Da wir noch einige Zeit hatten, versuchten wir uns auch noch an einen weiteren. Irgendwann machte es jedoch keinen Sinn mehr. Wir hatten zwar noch 2.5 Stunden bis zu unseren Schinkansen zurück, aber da die Wege je nach Busfahrplan sehr lang werden können entschieden wir uns zum Bahnhof zurückzukehren. Frühere Rückfahrt war leider ausgeschlossen.
Soweit bis hierhin von mir. Wir sind gut nach Tokyo zurück, das Wetter ist besser und haben wieder ein wenig unternommen. Tokyo Tower sag ich nur, da könnte man sich die ganze Nacht die Stadt anschauen!